Leishmaniose - eine Reisekrankheit!

Aktualisiert: Jan 3



Mittlerweile werden viele Hunde, die im Ausland unter teilweise katastrophalen Bedingungen leben, nach Deutschland vermittelt, um ihnen ein besseres Leben zu ermöglichen. Diese Hunde können aber Krankheiten mitbringen: zum Beispiel die Leishmaniose!

Es kommt immer öfter vor, dass man dann hier, in Deutschland, bei einer Blutuntersuchung, (die bei neu angekommenen Hunden auf jeden Fall sofort gemacht werden sollte), die Diagnose „Leishmaniose“ erhält.

Was ist das und welche Problematik ergibt sich dadurch? Die Leishmaniose gehört zu den so genannten „Reisekrankheiten“ (Mittelmeerkrankheiten) und wird vor allem durch den Stich von Sandmücken übertragen. In seltenen Fällen erfolgt die Übertragung aber auch durch Beißereien oder den Deckakt. 

Sind die Hunde angesteckt, kann es bei diesen Tieren zu Gewichtsverlust, Abmagerung Hautveränderungen, Leber-und Milz-Veränderungen, Augenveränderungen, Durchfällen, Erbrechen u.s.w. kommen. Die Krankheit kann sowohl akut wie auch chronisch verlaufen.

Die Therapie der Leishmaniose ist oft lebenslang notwendig und es erfolgt selten eine vollständige Heilung! Häufig kommt es immer wieder zu einer neuen Erkrankung. Es gibt verschiedene Medikamente, die man dann zur Behandlung verwenden kann, die aber durchaus mit etlichen Nebenwirkungen behaftet sind. Alle sechs Monate sollte man eine Blutuntersuchung zur Kontrolle machen.

Beachten sollte man auch, dass es sich bei dieser Erkrankung um eine Zoonose handelt, d.h. in einigen ( seltenen ) Fällen kann auch der Mensch sich damit anstecken.

Folgendes ist wichtig, wenn man mit seinem Hund ins (vor allem südliche) Ausland fährt: Man sollte auf jeden Fall die Hunde vor den Sandmücken schützen! Das kann man durch verschiedene Spot-ons  oder Halsbänder, die Substanzen enthalten, die die Mücken vertreiben ( gibt es beim Tierarzt). Mittlerweile gibt es auch eine Impfung gegen die Leishmaniose, die man vor der Fahrt dem Hund geben kann. Auch kann man drauf achten, wenn man in diesen Ländern ist, dass man möglichst nicht in den Abendstunden oder nachts mit dem Hund draußen ist und vielleicht den Schlafplatz des Hundes mit einem Moskitonetz schützt!



Autor:

Dr. Anja Kesten


0 Ansichten

Du hast Fragen? 

Schreib uns gerne!

KONTAKT

This site was designed with the
.com
website builder. Create your website today.
Start Now